Ich mag Searle. Es gibt wohl nur wenig Philosophen, bei deren Lektüre man herzhaft lachen kann (vielleicht zu ihrem Vorteil). Jedenfalls ist es immer wieder amüsant, Texte von Searle zu lesen, in denen er gegen die Möglichkeit einer sogenannten ’strong artificial intelligence’ argumentiert. Oder es zumindest versucht. Der Klassiker ist sein Gedankenexperiment des Chinesisch-Zimmers, das er in seinen Texten ‘Can Computers Think?’ oder ‘Minds, Brains, and Programs‘ erläutert. Einen guten Text dazu gibt es bei der Stanford Encyclopedia of Philosophy, der meiner Meinung nach überzeugende Einwand gegen Searls Argument ist die System-Replik – nicht der Mensch im Zimmer versteht Chinesisch, sondern das System als ganzes.

Ein kurzes Essay, das ich im Rahmen des Proseminars Gedankenexperimente zu diesem Thema verfasst habe, gibt es hier.